Die perfekten Gewürze für den Winter

Chili, Ingwer & Koriander – Gesunde Wintergewürze & ihre Wirkung

Die letzten Blätter fallen von den Bäumen und so langsam leuchten abends immer mehr Lichterketten in den Straßen. Die vorweihnachtliche Stimmung, die kalten Temperaturen und die langen dunklen Abende wecken in uns das Bedürfnis nach Wärme, deftigen Gerichten, kräftigen Farben und süßen Geschmäckern. 

In unserem ersten Beitrag der Blogreihe zum Thema „Gesunde Wintergewürze“ verraten wir dir spannende Fakten über unsere 6 Lieblingsgewürze und Kräuter für kalte und dunkle Tage. Von der Herkunft, über die Naturheilkunde bis hin zur vielseitigen Verwendung in der Küche. Unsere liebsten Gewürze und Kräuter für den Winter verzaubern einfach jedes Essen und lassen dich von Sonne, Meer und warmen Tagen träumen.

Auf dieser Seite:


    Scharf, schärfer, Chili

    Unser absolutes Lieblingsgewürz, das wir an kalten Tagen fast immer beim Kochen verwenden, ist Chili. Chili passt perfekt in kräftige Gerichte und bringt eine feurig scharfe Note ins Essen. Vor allem in orientalischen Eintöpfen oder scharfen Currys sind die Schoten unersetzlich. Chili verbreitet eine angenehme Wärme im Körper, kurbelt den Kreislauf an und stärkt auch noch das Immunsystem.

    Ursprünglich stammt die Chilischote aus Südamerika, die Kolumbus von seiner Reise mit zurück nach Europa brachte. Wir sprechen zwar von der Chilischote, eigentlich handelt es sich bei den Früchten aber um eine Beere. Es gibt viele verschieden Arten von Chilis. Die wohl bekanntesten sind Cayenne, Jalapeño und Thai-Chili. Werden die reifen Früchte getrocknet, erhält man das feurig scharfe Gewürz.

    So wirkt Chili auf die Gesundheit

    Chilis enthalten das sogenannte Capsaicin. Das sorgt nicht nur für die Schärfe, sondern wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und stimmungsaufhellend. Besonders scharfe Chilisorten sind zudem reich an Vitamin C. Frische Chilis verfügen sogar über dreimal so viel Vitamin C wie eine Zitrone! Dass wir bei einem scharfen Curry schnell zum Schwitzen kommen liegt daran, dass der Körper beim Verzehr von Chili Botenstoffe wie Dopamin freisetzt, die unseren Stoffwechsel anregen und uns ins Schwitzen bringen. 

    Um von den förderlichen Gesundheitseffekten zu profitieren, müssen wir Chili regelmäßig zu uns nehmen. Am besten sogar täglich. Ob eingelegt, getrocknet, gemahlen, am Stück, mild oder scharf. Wir finden, Chili darf in keinem Gewürzschrank fehlen. Wie wäre es mit einem scharfen Avocado Toast mit Spiegelei, einer scharfen Shakshuka oder einem Stück Chilischokolade zum Kaffee?

    Chili passt fast überall ins Essen und mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die Schärfe. So kann man Stück für Stück Gerichte erweitern und neue Chilisorten ausprobieren.

    Wunderknolle Ingwer

    Ähnlich wie Knoblauch oder Zwiebeln, sollte auch eine Ingwerwurzel fester Bestandteil der Vorratskammer sein. Die Knolle hat einen einzigartigen Geschmack und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Ingwer zählt zu den ältesten Heil- und Gewürzpflanzen und ist eine wahre Wunderknolle.

    Ursprünglich stammt die Knolle aus tropischen und subtropischen Gebieten. Die genaue Heimat der Pflanze ist allerdings unbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass Ingwer auf Ski Lanka oder den pazifischen Inseln heimisch ist. Im 9. Jahrhundert wurde die Knolle erstmals im deutschsprachigen Raum bekannt. Heute wird Ingwer vor allem in Indien, Vietnam, Australien, China, Japan, Frankreich und Südamerika angebaut.

    In Asien ist Ingwer fester Bestandteil der Küche und verleiht den Gerichten ihre typische zitronig-scharfe Note. Verantwortlich für die angenehme Schärfe ist das im Ingwer enthaltene Gingerol. Es gibt verschiedene Ingwerarten, die eine unterschiedliche Schärfe aufweisen. Während der Thai Ingwer, bzw. Galgant, und der Chinesische Ingwer milder schmecken, sind der Westafrika Ingwer und Indische Ingwer sehr scharf und intensiv im Geschmack.

    Mit Ingwer gestärkt durch den Winter

    Ingwer ist das Superfood unter den Gewürzen. Seine heilende Wirkung wird unter anderem zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen eingesetzt und wirkt gegen Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit. Ingwer ist reich an Gingerol, Vitamin C, Kalzium, Eisen, Kalium, Natrium und Phosphor. Der Verzehr von Ingwer hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und wirkt:

    • entgiftend
    • entzündungshemmend
    • appetitfördernd
    • verdauungsfördernd
    • schleimlösend
    • kreislaufanregend

    Am kräftigsten im Geschmack ist Ingwer in frischer Form. Gerieben, gepresst oder fein geschnitten macht er sich wunderbar in Suppen, Wokpfannen, Marinaden, Soßen, Fischgerichten, Currys oder Marmeladen. Auch in Lebkuchen, Tee’s oder Säften sorgt die Knolle für ein wärmendes und intensives Aroma. 

    Schon gewusst?

    Je gröber die Faser der Ingwerknolle ist, umso schärfer ist sie. Ingwer am besten zu Beginn beim Kochen dazu geben, da er erst am Ende der Garzeit sein Aroma stärker entfaltet.

    Koriander – die chinesische Petersilie

    Unser drittes Lieblingsgewürz im Winter ist Koriander. Entweder liebt man ihn oder man kann ihn nicht ausstehen. Koriander hat einen frischen, moschusartigen und zitronigen Eigengeschmack. Äußerlich ähnelt er der Petersilie und wird im asiatischen Raum als Pendant zu unserer glatten Petersilie verwendet. Daher wird er oft auch als chinesische oder indische Petersilie bezeichnet. 

    Koriander stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Man nimmt an, dass das Gewürzkraut dort bereits seit 5000 v. Chr. verwendet wird. Erst im 15. Jahrhundert gelangte die Pflanze über den Menschen allmählich nach Nordeuropa, wo sie im 17. Jahrhundert hauptsächlich für Parfüm verwendet wurde.

    Wusstest du, dass Koriander eine der ersten Kräuterpflanzen ist, die durch die Einwanderer nach Nordamerika eingeführt wurde? Heute wird Koriander vor allem in Zentral- und Südamerika angepflanzt. In Asien ist Koriander eines der wichtigsten Gewürze. Aber auch in Afrika und Europa ist das Kraut sehr beliebt.

    Auch in der Naturheilkunde ist Koriander bekannt, wird heut zu Tage aber nur noch wenig als Heilpflanze genutzt. In der traditionellen Medizin Indiens und Irans spielt Koriander allerdings auch heute noch eine wichtige Rolle. Dort wird er meist für Magen-Darm-Beschwerden oder bei Schlaflosigkeit eingesetzt. Koriander kann antibakteriell, beruhigend und entkrampfend wirken.

    Kochen mit Koriander

    Beim Kochen mit Koriander sind einige wichtige Dinge zu beachten. Zum einen sollte man stets frische Blätter verwenden. Getrocknete und zerkleinerte Blätter, wie man sie im Supermarkt findet, sind nahezu wertlos, denn sie weisen kaum mehr Aroma auf. Bei frischem Koriander sollte man unbedingt darauf achten, die Blätter erst am Ende hinzuzufügen, da sich sonst die ätherischen Öle verflüchtigen und nur noch ein geringes Aroma absondern. 

    Besonders lecker ist Koriander in thailändischen Suppen, Nudelgerichten oder Currys. Aber auch in orientalischen Gerichten kommt Koriander wunderbar zum Einsatz, wie in Linsen- und Kichererbsengerichten oder der leckeren Auberginenpaste Baba Ghanoush.

    Frischen Koriander einfrieren

    Da frischer Koriander bei uns im Supermarkt nicht immer verfügbar ist, lohnt es sich, einen großen Bund zu kaufen und selbst einzufrieren. Gefroren ist Koriander bis zu einem halben Jahr haltbar und verliert nur wenig an Aroma!

    Und so geht’s:

    1. Kräuterstängel waschen und braune Stellen entfernen.
    2. Vorsichtig trocken tupfen und die Blätter zerkleinern.
    3. Den zerkleinerten Koriander in ein kleines Gefäß füllen. Am besten eignet sich ein Eiswürfelbehältnis!
    4. Das Behältnis mit Wasser auffüllen und sofort einfrieren.
    Fertig sind die frischen Korianderwürfel!

      Fazit

      Chili, Ingwer und Koriander landen definitiv an der Spitze unserer Lieblingsgewürze und Kräuter für kalte und dunkle Wintertage. Sie sind fantastisch exotisch im Geschmack, gut erhältlich, lange haltbar und wahnsinnig gesund. Sie geben herzhaften Speisen eine besondere Würze und verleihen ihnen einen einzigartigen Geschmack. Daher empfehlen wir jedem, einen kleinen Vorrat dieser wundervollen Gewürze und Kräuter zu Hause zu haben.

      Nächste Woche wecken wir süße Kindheitserinnerungen und verraten dir spannendes über Zimt, Vanille und die Tonkabohne. Die feinen Aromen verleihen Desserts, Kuchen oder herzhaften Soßen das gewisse Etwas, lassen uns in Erinnerungen schwelgen und stärken die Abwehrkräfte – perfekt für die kalte und nasse Jahreszeit.

      Du kennst ein super leckeres Rezept mit Chili, Ingwer oder Koriander? Juhu - wir freuen uns auf dein Kommentar!

      Alles Liebe,

      Dein Econovo-Team 🌱

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