Apfelringe trocknen – süß, lecker & gesund – Econovo

Apfelringe trocknen – süß, lecker & gesund

 

Wer einen eigenen Garten mit Apfelbäumen hat, kennt es. Nach der Erntezeit stehen im Keller Kistenweise leckere süße Äpfel. Eine köstliche und gesunde Möglichkeit, Äpfel zu verarbeiten – und auch noch lange aufzubewahren – sind selbstgemachte Apfelringe. Wir lieben sie! Ob im Müsli, als Powersnack oder mit einem leichten Schokoladenüberzug abends auf dem Sofa. Apfelringe schmecken fantastisch und sehen superhübsch aus.

In unserem neuen Blogbeitrag geht es rund um die gesunde Nascherei. Wir zeigen dir, wie du im Handumdrehen aus einem Eimer Äpfel leckeres Trockenobst herstellst. Ob knusprig oder weich, mit oder ohne Dörrgerät. Wir stellen dir verschiedene Trockenmethoden vor und zeigen dir, wie du deine selbstgemachten Apfelringe aufbewahren kannst, damit sie möglichst lange frisch bleiben.

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Super Food Apfelringe

Unter den Trockenfrüchten sind Apfelringe das „Super Food“, wenn es um dem Faktor Gesundheit geht. Apfelringe werden ohne zusätzlichen Zucker hergestellt und kommen mit der natürlichen Fruchtsüße aus. Trocknet man die Äpfel bei niedrigen und schonenden Temperaturen, bleiben die Nährstoffe im Obst enthalten. Da das Wasser beim Dörren aus dem Apfel entweicht, sind am Ende Mineralien wie Kalium, Eisen und Ballaststoffe in gesättigter Form vorhanden. Beim Trockenvorgang werden lediglich hitzeempfindliche Vitamine, wie Vitamin C und wasserlösliche Vitamine der B-Gruppe, teilweise abgebaut.

gesunde Apfelringe zum Trocknen aufhängen

Der regelmäßige und langfristige Verzehr von Apfelringen (ca. 75 Gramm pro Tag) könnte sich bei Frauen in den Wechseljahren sogar positiv auf die Blutfettwerte auswirken. Eine Studie um Arjmandi & Kollegen (2011) testete die Blutwerte von Frauen, die ein Jahr lang getrocknete Äpfel zu ihren normalen Essgewohnheiten verzehrten, gegenüber den Blutwerten von Frauen, die Trockenpflaumen aßen.

Bereits nach wenigen Monaten stellten die Forschenden fest, dass Frauen, die getrocknete Äpfel aßen, einen niedrigeren Cholesterinwert und weniger Entzündungsreaktionen im Blut aufwiesen. Vor allem das schlechte Cholesterin, das sogenannte LDL-Cholesterin, war durch einen regelmäßigen Verzehr von getrockneten Äpfeln stark gesunken.

So oder so sind getrocknete Apfelringe eine sehr gesunde Alternative zu klebrigen Süßigkeiten. Sie enthalten wichtige Mineralstoffe und fördern wegen der vielen Ballaststoffe die Verdauung und Darmflora. Betrachtete man die Ergebnisse der Studie, könnten sie sogar die gesunde Funktionalität von Herz und Kreislauf schützen. Das klingt ganz nach dem perfekten Snack für Zwischendurch.

Apfelringe leicht gemacht

Je nachdem, welche Geräte man zu Hause hat, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Apfelringe selber zu machen. Apfelringe lassen sich im Backofen, mit einem Dörrgerät oder an der Luft trocknen. Die Vorbereitung der Äpfel ist bei allen Methoden jedoch dieselbe. Je nachdem, ob man die Apfelringe eher weich oder richtig schön knusprig mag, unterscheidet sich nur die Scheibendicke und Trockenzeit. Bevorzugt man schön trockene Apfelchips, sollte man auf jeden Fall die Methode im Backofen oder einem Dörrgerät wählen.

Was du benötigst:

  • Äpfel
  • Ein Schneidebrett
  • Ein Messer
  • Nach Belieben einen Schäler
  • Einen Apfelentkerner bzw. Kerngehäuseausstecher
  • Eine Schüssel mit Wasser und Zitronensaft
  • Trocknen im Ofen: 2 bis 3 Schiebegitter
  • Trocknen an der Luft: Ein Stück Schnur zum Auffädeln
  • Dörren: Ein elektrisches Dörrgerät

Die Vorbereitung

Apfelringe nach Rezept können mit oder ohne Schale getrocknet werden. Wer es lieber schön weich mag, sollte die Schale vor dem Schneiden und Entkernen der Äpfel entfernen. Bleibt die Schale dran, sollten die Äpfel kurz mit warmem Wasser abgewaschen und gesäubert werden. Apfelringe sehen besonders hübsch aus, wenn die Schale schön rot ist. Nach dem Waschen oder Schälen muss das Kerngehäuse entfernt werden. Dafür ist es am besten einen Kerngehäuseausstecher zu verwenden.

Ist der Apfel frei vom Gehäuse, kann er in Scheiben geschnitten werden. Die schönsten Ringe erhält man, wenn man das Messer orthogonal zum Apfelstiel ansetzt. Je nach gewünschter Konsistenz variiert die Dicke der Scheiben. Für weiche Apfelringe am besten 1cm dicke Ringe schneiden. Für knusprige Apfelchips sollte die Dicke ca. 2 bis 3mm betragen. Hauch dünne Scheiben gelingen am einfachsten mit einem Gemüsehobel.

Die fertigen Apfelringe in ein Zitronen-Wasserbad legen. Die Säure und das Wasser schützt die aufgeschnittenen Äpfel vor braunen Verfärbungen. Deshalb empfiehlt es sich, einen Apfel fertig zu verarbeiten und die Stücke gleich ins Wasser zu legen und erst dann die nächste Frucht zu bearbeiten.

Die besten Trockenmethoden für Äpfel

Apfelringe an der Luft trocknen

Die energiesparendste Methode ist das Trocknen an der Luft. Hierfür fädelt man die frisch geschnittenen Apfelringe auf eine Schnur auf, so dass eine ca. 20cm lange Apfelschlange entsteht. Die Apfelringe in einem trockenen Raum aufhängen und direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Nach mehreren Tagen bis zu einer Woche sollten die Apfelringe schön trocken sein. 

Frische Apfelringe an der Luft trocknen

Getrocknete Äpfel im Backofen zubereiten

Wer nicht so lange warten möchte, trocknet seine Apfelringe im Backofen. Das geht schneller und garantiert, dass auch wirklich die gesamte Feuchtigkeit entzogen wird. Die Apfelstücke auf ein Schiebegitter ohne Backpapier legen und bei 50 bis 60°C, maximal 80°C, mehrere Stunden trocknen lassen. Die Löcher im Schiebegitter sorgen dafür, dass die Apfelringe von beiden Seiten gleichmäßig getrocknet werden.

Wichtig ist, die Backofentür einen Spalt weit offen zu lassen, damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann. Hierfür einfach einen Holzspatel zwischen die Türe klemmen.

Die optimale Trockenzeit und Temperatur handhaben viele unterschiedlich. Je nachdem, wie man die Konsistenz der Apfelringe bevorzugt, unterscheidet sich die Trockenzeit und Dörrtemperatur. Die Trockenzeit kann von 30 Minuten bis zu 5 Stunden betragen. Am besten zwischendurch die Apfelscheiben im Ofen wenden und den Knusperfaktor der Apfelringe testen. Die Apfelringe sind in der Regel dann fertig, wenn die Scheiben komplett trocken sind und kein saftiges Fruchtfleisch mehr zeigen.

Nach dem Trocknen im Ofen können die Ringe noch kurze Zeit an der Luft trocknen. Wer mag, kann die fertigen Apfelringe anschließend mit etwas Zimt bestreuen.

Trocknen auf dem Dörrgerät

Am professionellsten ist das Trocknen mit einem Dörrautomaten. Der Stromverbrauch ist im Vergleich zur Backofenmethode wesentlich geringer und man blockiert den Ofen nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit einem Trockengerät die Apfelringe so zubereiten kann, dass sie nicht hart werden. Zudem ist die Methode für eine schonende Konservierung der Nährstoffe, Mineralien und Vitaminen konzipiert.

Die Temperatur für knusprige Apfelchips beträgt beim Dörrautomaten ca. 60°C. Für weichere Ringe kann eine niedrigere Temperatur verwendet werden. Wichtig ist, auf das Dörrgitter kein Backpapier zu legen. Das hindert die Apfelscheiben daran, gleichmäßig auszutrocknen.

Aufbewahrung und Haltbarkeit von Apfelringen

Die fertigen Apfelringe am besten in einem luftdichten Vorratsglas aufbewahren. Wichtig ist, die Apfelringe an einem kühlen und trockenen Ort zu lagern, damit sich kein Schimmel bilden kann. Weniger geeignet sind Aluminium- oder Blechbehältnisse. Die Fruchtsäure des Trockenobstes kann zum einen das Material angreifen und zum anderen gesundheitsschädliche Stoffe aufnehmen.

Ebenso schwierig gestaltet sich die Lagerung in Papiertüten, Zeitungspapier oder Säckchen aus Baumwolle. Hier gelangt permanent Luft und Feuchtigkeit an die getrockneten Apfelringe. Die luftdurchlässige Aufbewahrung bietet außerdem eine optimale Angriffsfläche für Motten oder Fliegen.

getrocknete Apfelringe lagern und aufbewahren

Am aller besten eignen sich Behältnisse, die sich fest und luftdicht verschließen lassen, wie Schraubgläser, Vorratsgläser oder Keramikdosen. Getrocknete Apfelringe, die in konservierten Aufbewahrungsgläsern und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden, sind zwischen 6 und 12 Monaten haltbar. Meistens halten diese aber gar nicht erst so lange, weil sie einfach viel zu gut schmecken.

 

Süß oder herzhaft – Apfelringe sind vielfältig einsetzbar

Apfelringe sind vielfältig einsetzbar. Besonders gut machen sich getrocknete Äpfel im Müsli oder in Fruchtbowls. Hierfür einfach den frischen Apfel in Form von kleinen Würfeln trocknen. So erhält man ein wunderbar fruchtiges Topping für Frühstückbowls.

Naschkatzen können weich getrocknete Apfelscheiben zur Hälfte in flüssige Schokolade eintauchen und die Apfelringe zu süß fruchtigen Obstpralinen weiterverarbeiten. Wer mag, kann zusätzlich eine Prise Kokosflocken oder Krokant auf den flüssigen Schokoladenüberzug geben. Dunkle Zartbitterschokolade passt hier besonders gut!

Getrocknete Apfelringe lassen sich wie Rosinen auch super in Kekse, Kuchen oder Torten einarbeiten oder zur essbaren Dekoration verwenden. Auch beim herzhaften Kochen sind Apfelringe beliebt. Sie sehen hübsch aus und bringen eine süß fruchtige Note in Soßen.

Aber auch in einem Weihnachtspunsch sind getrocknete Apfelscheiben ein echter Blickfang. Im warmen Sud verbreiten die Ringe mit Anissternen, Zimtstangen und Orangenscheiben ihr volles Aroma und sehen superhübsch aus.

Weihnachtsdekoration mit Apfelringen

Apfelringe schmecken nicht nur köstlich, sie sehen auch noch zum Anbeißen aus. Sie sind daher die perfekte Weihnachtsdekoration. Ob auf dem Adventskranz, einem Weihnachtsgesteck oder zusammen mit Nüssen auf einem Teller, Apfelringe lassen sich leicht in Szene setzen und verbreiten echte Weihnachtsstimmung.

Besonders schöne Apfelringe können auch als Weihnachtsbaumschmuck dienen. Hierfür einfach die getrockneten Apfelringe mit einem roten Band an den Weihnachtsbaum hängen und gegebenenfalls nach einiger Zeit den essbaren Weihnachtsschmuck auffüllen – denn da greift der ein oder die andere Nachkatze bestimmt gerne mal zu.

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