Faszination Akazienholz – Eigenschaften & Pflege – Econovo

Faszination Akazienholz – Eigenschaften & Pflege

Wir haben uns bei den Holzdeckeln unserer Aufbewahrungsgläser für Akazienholz entschieden. Akazienholz ist wetterfest, widerstandsfähig und verleiht jedem Deckel durch die hervorstechende Maserung ein ganz besonderes Aussehen. Wir können somit stolz behaupten, dass jeder Holzdeckel unserer Gläser ein Unikat ist. Natürlich haben wir uns ganz am Anfang gefragt, was FSC-zertifiziertes Akazienholz so besonders macht und gründlich recherchiert.

In unserem Blog verraten wir dir, warum die Akazie anderen Pflanzen beim Wachsen hilft, was sie mit Hülsenfrüchten gemeint hat und welche faszinierenden Eigenschaften das sogenannte „Moaholz“ mit sich bringt. Von der Baumkunde bis zur Pflege von Akazienholz – hier findest du alles Wissenswerte rund um das Thema Akazienholz. 

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Vorkommen und Waldwirtschaft

Die Acacia mangium ist eine blühende Baumart und ursprünglich in Australien, Papua-Neuguinea, Papua und auf den Maluku-Inseln in Indonesien heimisch. Die besonderen Eigenschaften des Akazienholzes brachten die Waldmangrove bereits vor längerer Zeit nach Ostasien. Dort wird der Baum für die Naturholzgewinnung kultiviert, aber auch um mit Hilfe des Anbaus von Akazienholz die Umwelt und Bodenfruchtbarkeit zu verbessern.

Die Akazie, so wie wir sie nennen, ist auf asiatischen Forstplantagen eine der am häufigsten angepflanzten Baumarten. Leider verschwinden dort jährlich mehrere Hektar Wald. Um der Waldrodung entgegen zu wirken, braucht es schnell wachsende Baumarten, wie die Kiefer, Eukalyptus oder die Akazie. 

Akazienbäume in einer afrikanischen Steppe.

Die Akazie ist dabei besonders beliebt. Das liegt vor allem daran, dass sie auch in weniger fruchtbaren Böden ein schnellwachsendes Wurzelsystem entwickeln und Schadstoffe filtern kann. Mit Hilfe der Akazie wird der durch die Abholzung ausgelaugte Waldboden auf natürliche Weise verbessert und notwendige Voraussetzungen für eine nachhaltige und artenvielfältige Waldwirtschaft geschaffen. 

Superkraft Stickstoffbinder

Ihren Namen als "Bodenverbesserer" hat die Akazie ihrer Pflanzenfamilie zu verdanken. Der Akazienbaum gehört zu den Mimosengewächsen und ist in der Familie der Hülsenfrüchtler angesiedelt. Hülsenfrüchtler haben die Superkraft, Stickstoff in der Luft zu binden und den Boden mit wichtigen Nährstoffen anzureichern. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Akazie die kleine Schwester der Erbse ist. Hülsenfrüchtler sind eine der größten Pflanzenfamilien und umfassen über 15.000 verschiedene Arten – darunter auch die Erbse, Erdnuss und eben die Akazie. 

Pro Jahr kann die Akazie bei guten Bedingungen bis zu drei Meter wachsen. Sie gehört daher zu den schnellwachsenden Pflanzenarten. Ihr Stamm kann bis zu 35 Meter hoch werden und erreicht bereits nach etwas weniger als einem Jahr die Dicke eines Armes.

Robinie oder Akazie?

In der Literatur findet man viele unterschiedliche Pflanzennamen, wenn es um das Thema Akazienholz geht, wie Akazie, falsche Akazie, Robinie oder Scheinakazie – das kann schnell zu Verwirrung führen. In Deutschland werden Esstische oder Wandregal oft als Akazienholz verkauft, ist aber nicht immer richtig. Meist handelt es sich dabei nicht um echtes Akazienholz, sondern um das Holz der Robinia Pseudoacacia. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hier um die sogenannte Scheinakazie oder Robinie, ein europäisches Pendant der tropischen Akazie. 

Ursprünglich stammt die Robinie aus Nordamerika, wird aber heut zu Tage auch vermehrt in Ost- und Südeuropa oder in städtischen Parks angepflanzt. Zwar ähneln sich die beiden Pflanzenarten, auf den zweiten Blick erkannt man jedoch, dass sie unterschiedlich sind. Beispielsweise hat die echte tropische Akazie goldgelbe Blüten und stets eine grüne Laubbildung, während die westliche Robinie in weißer Blütenpracht erscheint und nur immer Sommer mit grünen Blättern glänzt.

Die echte Akazie und die falsche Akazie sind zwei unterschiedliche Pflanzenarten, die von vielen Menschen fälschlicherweise verwechselt werden - was vermutlich daran liegt, dass man in Deutschland das Holz der Scheinakazie als Akazienholz ausgegeben darf. So sind viele Gartenmöbel, Schreibtische oder Wandregale nicht aus echtem Akazienholz gemacht, sondern aus der ähnlich aussehenden Robinie. 

Schon gewusst?

Der typische Akazienhonig aus Deutschland stammt in der Regel von Bienen, die sich vom Nektar der Robinie bedienen. Echter Akazienhonig ist in Wahrheit sehr selten.

Holzeigenschaften und Verwendung

Akazienholz ist im Gegensatz zu herkömmlichen Massivhölzern leicht und gehört trotzdem zu den robustesten Holzarten weltweit. Das Holz weist eine hohe Dichte auf, ist zäh und bei der Verarbeitung kaum rissgefährdet. Das Holz ist nicht nur hart, es ist auch noch unglaublich biegsam und daher leicht zu verarbeiten. Früher wurde das Holz für den Schiffsbau, Brücken oder Pfeilern verwendet, heute gilt das Kernholz der Akazie als ein Liebling für die Produktion von Möbeln.

Ein wesentlicher Vorteil des Holzes ist die enorme Wetterbeständigkeit. Es ist widerstandsfähig und resistent gegenüber Insekten und Pilzbefall. Akazienholz braucht bei einer Durchfeuchtung zwar wesentlich länger zum Trocknen als herkömmliche Hölzer, dafür trägt es keinerlei Schäden durch Nässe.

Holzdeckel aus Akazie von schönen Vorratsgläsern.

Die Farbe von Akazienholz ist bräunlich bis gelblich schimmernd und zeichnet sich durch seine charakteristisch schöne Maserung aus. Die Art der Maserung hängt von der Gestalt der goldgelben Jahresringe ab. Mit der Zeit dunkelt Akazienholz nach und ist dann besonders dekorativ. Der Geruch von Akazienholz ist anfangs leicht süßlich bis erdig, schwindet aber mit der Zeit. Älteres Material eignet sich daher ideal für die Aufbewahrung von Lebensmitteln. 

Natürliche Pflege von Akazienholz

Grundsätzlich benötigt Akazienholz wegen seiner robusten Eigenschaften keine besondere Pflege. Draußen kann es bis zu 30 Jahre lang halten – ganz ohne Imprägnierung oder Holzlasur. Dennoch empfiehlt es sich, Möbel aus Akazienholz zweimal im Jahr zu ölen oder mit einer natürlichen Pflege zu behandeln. Insbesondere, wenn man den natürlichen Farbton und die schöne Maserung erhalten möchte.

Bei Gartenmöbeln raten Experten zu einer Pflege mit Ölen. Zunächst sollten grobe Verschmutzungen mit einem feuchten Tuch bereinigt werden. Danach erfolgt die Grundierung. Hierfür eignet sich Leinöl. Leinöl bietet nicht nur einen starken Tiefenschutz, es hebt auch noch die goldgelbe Maserung hervor. Als letzte Schicht empfehlen Experten ein Hartöl aufzutragen, dass einen UV-Schutz beinhaltet. So können Möbel für den Außenbereich vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. 

Bei unbehandelten Möbelstücken, die in der Wohnung platziert sind, reicht eine leichte Pflege mit Wachs aus. Dadurch erhält das Holz einen glänzenden Schimmer und duftet gut. Eine Holzpolitur lässt sich ganz einfach ohne großen Aufwand mit etwas Bienenwachs und Kokosfett selbst herstellen. Eine vegane Alternative zu Bienenwachs bietet das sogenannte Beerenwachs oder Japanwachs. Die Politur sollte mit einem sauberen Leintuch in das unbehandelte Holz vorsichtig eingearbeitet werden, bis das Holz anfängt, leicht zu glänzen.

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