Saftiges Dinkelbrot schnell & einfach selbst backen

Das deutsche Brotinstitut geht derzeit von über 3.000 verschiedene Brotspezialitäten aus, die in Deutschland täglich gebacken, verkauft und verzehrt werden. Brot gehört zu den Grundnahrungsmitteln in Deutschland und steht bei vielen Familien fast täglich auf der Speisekarte. Beim Frühstück, während der Pause oder beim Abendessen, klassisch oder Vollkorn, süß oder salzig – Brot ist ein wahrer Alleskönner. 

Um die Liebe zum Brot zu feiern, haben wir diesmal ein einfaches und schnelles Rezept für ein saftiges Dinkelbrot mitgebracht. Für das Rezept ohne Gehzeit braucht man keinen Brotbackautomaten oder komplizierte Zutaten. Das Dinkelbrot ist in fünf Minuten zubereitet und den Rest erledigt der Backofen von allein.

Auf dieser Seite:

Warum Brot selber backen?

Brot zu backen geht nicht nur mindestens genauso schnell wie zum Bäcker zu laufen, es gibt noch weitere gute Gründe, weshalb es sich lohnt, die Rührschüssel selbst in die Hand zu nehmen:

1. Frisches, warmes Brot

    Selbst gebackenes Brot ist zu 100% frisch. So frisch, dass man es noch warm genießen kann! Während das selbst gebackene Brot seinen leckeren Duft in der Küche verbreitet, hat Brot aus dem Supermarkt oder vom Bäcker bereits einen weiten Weg hinter sich, bis es endlich auf dem Küchentisch liegt.

    2. Nur natürliche Zutaten

    Der Nachteil insbesondere bei Supermarktbroten ist, dass diese meist mit einer Menge Konservierungsstoffe zubereitet sind, um möglichst lange haltbar zu bleiben. Wenn man Brot aus eignen Vorräten selbst backt, bleibt das Ergebnis natürlich und man weiß ganz genau, welche Zutaten enthalten sind.

    3. Es ist selbstgemacht

    Selbstgemachte Lebensmittel schmecken einfach immer besser. Gerade beim Brot merkt man den Unterschied zwischen gekaufter und selbstgemachter Ware deutlich. Eine knusprige Kruste und ein saftig weicher Kern. So kennen wir frisches Brot aus dem Ofen. Noch schöner ist der Moment, wenn man weiß, dass man das duftende Stück eigens kreiert hat. 

    selbstgebackenes Dinkelbrot nach dem Backen in der Backform

    4. Spontane und schnelle Zubereitung

    Brotbacken ist mit Kuchen backen nicht zu vergleichen. Es geht wesentlich schneller und mit einer vorausplanenden Vorratshaltung kann man Brot auch jederzeit spontan zubereiten. Wichtig ist nur, das bevorzugte Mehl und etwas Hefe stets auf Vorrat zu haben. Luftdichte Vorratsgläser können bei der Aufbewahrung angebrochener Packungen oder größerer Mengen Mehl aus dem Unverpackt Laden helfen.

    Was braucht man zum Brotbacken?

    Die Arbeitsutensilien für Brotbacken sind simpel und man braucht meist kein extra Handwerkszeug zu kaufen. Um Brot zu backen braucht man keinen Brotbackautomaten. Man benötigt lediglich:

    • eine Rührschüssel
    • eine Küchenwaage
    • eine Kastenform oder runde Keramikschale
    • ein Backblech
    • etwas Backpapier oder einen Pinsel zum Einfetten
    • eine Backofenfeste Schale mit Wasser
    • einen Backofen.

    Eine Brotbackmaschine ist somit kein Muss!

    Was für Mehl eignet sich zum Brotbacken?

    Es gibt viele verschiedene Sorten, Typen und Mahlgrade, die für verschiedene Brotspezialitäten besser geeignet sind. Für Weizenbrote verwendet man meist den Mehltyp 550, für Sauerteig Brote eignet sich Roggenmehl des Typs 1150 und für Dinkelbrote der Mehltyp 1050. Zur besseren Übersicht haben wir für das Brotbacken die drei gängigsten Mehlarten, entsprechende Mehltypen und ihre Verwendung aufgelistet.

    Weizenmehl

    Typ 550: Eignet sich überwiegend für helle Brote wie Brötchen, Baguettes und Hefegebäck.

    Typ 812: Eignet sich sehr gut für helles Mischbrot.

    Typ 1700: Bezeichnet ein Weizenvollkornmehl, bei dem das volle Korn gemahlen wurde. Weizenvollkornmehl ist für Backbaren verschiedener Art vielfältig einsetzbar.

    Roggenmehl

    Typ 815: Dieser Mehltyp ist wunderbar für helle Roggenbrote.

    Typ 997: Ist besonders gut geeignet für Roggenmischbrote.

    Typ 1150: Ist das beliebteste Mehl für Sauerteig Brote und andere Brotarten.

    Typ 1370: Dieses Mehl ist ein sehr dunkles und schweres Vollkornmehl und eignet sich hervorragend für kernige Roggen- oder Roggenmischbrote.

    Dinkelmehl

    Typ 630: Gut geeignet zum Beimischen für Baguette, Brötchen oder zu hellen Mischbroten.

    Typ 815: Ist ein besonders häufig verwendeter Typ für Mischbrote & Kleingebäck.

    Typ 1050: Gängiges Dinkelmehl, das sich sehr gut für Graubrote, Mischbrote und andere Dinkelbrote eignet. 

    Schnelles Dinkelbrot mit Nüssen

    Brotbacken kann schon mal etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das Vermischen der Zutaten geht zwar recht schnell, dafür braucht mancher Teig fast eine Stunde zum Ruhen und Aufgehen. Kommt dann noch die Backzeit hinzu, kann der ganze Prozess schon mal 2 Stunden dauern. Wer allerdings nicht viel Zeit hat und dennoch Brot selbst backen möchte, sollte unser schnelles Dinkelbrot mit Nüssen ausprobieren.

    Bei diesem Rezept wird der Brotteig nach dem Kneten direkt in die Backform gegeben und in den Backofen geschoben. Der Teig muss also nicht Aufgehen oder Ruhen!

    Zutaten für ein normal großes Brot:

    • 100g Walnüsse
    • 50g Leinsamen
    • 1 Würfel Hefe (ca. 42g)
    • 500ml lauwarmes Wasser
    • 500g Dinkelmehl Typ 630, 815 oder 1050
    • 10g Salz
    • 2EL Apfelessig oder heller Balsamico (für eine längere Haltbarkeit)

    Schritt für Schritt Anleitung:

    1. Den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen und eine kleine backofenfeste Schale mit Wasser bereitstellen.
    2. Das Mehl mit den Wallnüssen, Leinsamen und Salz in einer großen Rührschüssel gut vermischen.
    3. Anschließend die Hefe in 500ml lauwarmen Wasser zerbröseln und so lange verrühren, bis sich die ganz Hefe aufgelöst hat.
    4. Den Hefe-Wasser-Mix auf das Mehl in der Rührschüssel geben, Essig hinzufügen und die Masse 5 Minuten zu einer zähen Masse verkneten.
    5. Den klebrigen Teig in eine eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen und nach Belieben mit etwas Körnern bestreuen.
    6. Das Brot wird nun ohne Gehenlassen direkt in den vorgeheizten Ofen bei 175°C Umluft für circa 60 Minuten gebacken.
    7. Für eine knusprige Kruste eine Schale mit Wasser in den Backofen neben den Brotkasten stellen.

    Tipp: Der Teig ist dann fertig gebacken, wenn das Brot beim Draufklopfen auf die Unterseite hohl klingt.

    Frisches Brot richtig aufbewahren

    Für die Lagerung von frischem Brot ist laut Ernährungsexpertinnen und -experten ein unglasierter Keramik- oder Tontopf am besten geeignet. Das Material nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt diese an das frische Brot bei Bedarf wieder ab. Zudem ist durch die Luftzirkulation die Gefahr von Schimmelbildung gering. Wichtig ist nur, den Topf regelmäßig und gut zu reinigen. Die beste Raumtemperatur für die Aufbewahrung von Brot liegt bei 18 Grad.

    Fazit

    Brot selbst backen ist eine erfrischende Alternative zu Bäckereiprodukten. Frisches Brot duftet fantastisch und schmeckt warm einfach herrlich. Ein wesentlicher Vorteil beim Brotbacken ist, dass man das Brotrezept individuell verändern und neue Rezepte ganz leicht selbst kreieren kann. Für ein spontanes und schnelles Brotbacken sollte man darauf achten, Grundzutaten wie verschiedene Sorten Mehl, Nüsse und Kerne auf Vorrat zu lagern.

    Du hast das Rezept ausprobiert und möchtest deine Erfahrungen mit uns teilen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

    Alles Liebe,
    Dein Econovo-Team 🌱

     

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